Allgemeines zum Projekt LIFT in Neuenkirch

Das nationale Berufsintegrationsprojekt LIFT verfolgt das Ziel, die Jugendlichen beim Übergang von der Sekundarschule in die Berufswelt zu unterstützen. LIFT unterstützt die Sensibilisierung und die Qualifizierung der Jugendlichen für die Arbeitswelt bereits ab der ersten Sekundarstufe. Ein Kernelement dabei sind wöchentliche Kurzeinsätze an den Wochenarbeitsplätzen (WAP). In ergänzenden Trainingsmodulen (Modulkurse an der Schule, Coaching) werden gezielt jene Kompetenzen gefördert, die in der Arbeitswelt wichtig sind. Die Jugendlichen werden auf ihre Einsätze vorbereitet und während der gesamten Projektdauer von zwei Jahren begleitet.

Welche Schlüsselkompetenzen werden gefördert?

  • Die Jugendlichen kennen ihre Stärken und Schwächen. Sie lernen sich selber besser kennen und können sich selber einschätzen.
  • Die Jugendlichen lernen sich auszudrücken und Feedback zu geben.
  • Die Jugendlichen erlernen Strategien im Umgang mit schwierigen Situationen.
  • Die Jugendlichen lernen durchzuhalten und wissen, wie sie sich auch unter erschwerenden Bedingungen motivieren können.
  • Die Jugendlichen wissen, wie wichtig Anstand, Respekt und Toleranz im Berufsalltag sind und können diese Kompetenzen im Wochenarbeitsplatz umsetzen.

In den Modulkursen an der Schule werden die Jugendlichen …

… auf den Einsatz am WAP gut vorbereitet. Sie kennen die Bedingungen und haben sich mit der Arbeitswelt auseinandergesetzt.

… kennen den zugeteilten WAP und wissen, wie sie den ersten Einsatz planen müssen (Kontaktaufnahme mit WAP, Arbeitsweg, Arbeitszeit, Bekleidung usw.).

… reflektieren ihren WAP-Einsatz und lernen anderen aufmerksam zuzuhören und Fragen zu stellen.

… lernen mit schwierigen Situationen am WAP umzugehen und können Probleme in geeigneter Form ansprechen.

… lernen durchzuhalten und Tiefpunkte zu überwinden.

… gehen motiviert in den Berufswahlprozess, da sie durch die praktische Tätigkeit bereits Erfolgserlebnisse und Erfahrungen aus der Arbeitswelt mitbringen.

„Der Wochenarbeitsplatz (WAP) hat mein Leben verändert“

Das Jugendprojekt LIFT bringt Wirtschaft und Schule näher zusammen und gibt den Jugendlichen die Chance, sich frühzeitig auf den Berufseinstieg vorbereiten zu können.

Interessierte Jugendliche arbeiten jeweils am Mittwochnachmittag (oder nach Absprache auch an einem anderen schulfreien Halbtag) in vermittelten Betrieben und erhalten in Neuenkirch Fr. 7.- Stundenlohn. In der 7. Klassen sind im Zeitraum von Frühling bis Sommer etwa 12 Arbeitseinsätze à 2 bis 3 Stunden vorgesehen, in der 8. Klasse 12 Arbeitseinsätze im Herbst / Winter.

Die Jugendlichen werden nach LIFT-Kriterien selektioniert und rechtzeitig sowie professionell auf ihre Einsätze in den Betrieben vorbereitet und begleitet. Betroffene Eltern stehen hinter diesem Projekt und unterstützen ihre Kinder.

Was kann LIFT nicht?

LIFT ist nicht dazu da, verhaltensauffällige oder schulmüde Jugendliche „zu beschäftigen“. LIFT verlangt von den Lernenden die Bereitschaft, eine zusätzliche Leistung zu erbringen. Die Lernenden und Ihre Eltern verpflichten sich vertraglich, über 2 Jahre am Projekt teilzunehmen.

Das Projekt LIFT ist nicht automatisch das Ticket zur Lehrstelle. LIFT ersetzt auch nicht das Schnuppern im Traumberuf. im Zentrum steht, dass die Lernenden frühzeitig Erfahrungen in der Arbeitswelt machen können, die ihnen im Verlauf des Berufswahlprozesses einen gewissen Vorsprung zu den gleichaltrigen Mitschülern bringen können.

LIFT an der Sekundarschule Neuenkirch

Das Jugendprojekt LIFT wird an der Sekundarschule Neuenkirch in der 1. und 2. Sek angeboten. Die Lernenden werden nach LIFT-Kriterien sorgfältig ausgewählt und verpflichten sich für zwei Jahre. Pro Jahrgang stehen 4 bis 7 Plätze zur Verfügung.

Kontakt und zusätzliche Informationen über die Schulleitung der Sekundarschule.